Menschengesicht für Roboter

Webcode 10020 (02/2012)

Münchener Roboterforscher haben zusammen mit japanischen Wissenschaftlern eine technische Lösung entwickelt, mit der Roboter ein Gesicht erhalten: Ein Beamer projiziert das 3D-Bild eines Gesichts von hinten in eine Kunststoffmaske, Sprache und Mimik steuert ein Computer. Fertig ist Mask-Bot, ein verblüffend menschenähnlich sprechender Kunststoffkopf.

„Mask-Bot wird die Art und Weise prägen, wie wir Menschen in Zukunft mit Robotern kommunizieren“, prognostiziert Gordon Cheng vom Institut für Kognitive Systeme der TU München. Schon bald könnte er die Gesprächspartner einer Videokonferenz als eine Art Avatar an den Tisch holen. „Mask-Bot kann dabei das bislang übliche Monitorbild einer Person durch eine echte Nachbildung ersetzen, die mit am Tisch sitzt und genauso aussieht und spricht“, sagt Teammitglied Takaaki Kuratate.
Das Projekt ist Teil des Münchener Roboter-Exzellenzcluster CoTeSys und entsteht zusammen mit einer Gruppe des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Japan. Mit Mask-Bot wählt die CoTeSys-Gruppe einen anderen Weg als jenen, die Mimik mit Gesichtseinzelteilen und Dutzenden darunter liegender Mini-Motoren zu imitieren. Mask-Bot wird schneller als ein recht träges mechanisches Antlitz
Sprache und Mimik kombinieren. Die Erfinder arbeiten schon am Nachfolger Mask-Bot 2.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 04/2011 S.4]

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