Grundsteinlegung für SuperKEKB-Beschleuniger in Japan

Webcode 10021 (02/2012)

Zum Start der Modernisierungsarbeiten am KEKB-Teilchenbeschleuniger und des Belle-Experiments in Tsukuba haben die Institute des deutschen Projektverbundes und das KEK eine Vereinbarung getroffen. Das KEK und die deutsche Beteiligung verständigten sich auf eine intensive Zusammenarbeit beim Umbau des Belle-Experiments, das bis zum Sommer 2010 in Betrieb war. Die Inbetriebnahme des modernisierten KEKB-Beschleunigers („SuperKEKB“) ist für das Jahr 2014 vorgesehen.

Foto: KEK

Mit dem neuen Teilchenbeschleuniger SuperKEKB und den Verbesserungen des Detektors („Belle II“) können die Wissenschaftler die Präzision ihrer Messungen erhöhen und erwarten sich so Hinweise auf bisher unbekannte physikalische Zusammenhänge.
Dieser Detektor wird von deutschen Partnern bereitgestellt. Den Löwenanteil für das auf 5 Millionen Euro veranschlagte PXD-Projekt tragen die Max-Planck-Gesellschaft und das BMBF. Die Gesamtkosten der Umrüstung des bestehenden Belle-Detektors belaufen sich auf 40 Millionen Euro, die sich die internationale Belle II-Kollaboration und das KEK zur Hälfte teilen. Der SuperKEKB-Beschleuniger, der vom KEK bereitgestellt wird, ist etwa zehnmal so teuer.
Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung wurde die Zusammenarbeit deutscher Forschungseinrichtungen mit japanischen Instituten auf dem Gebiet der Teilchenphysik, die vor 40 Jahren mit gemeinsamen Experimenten am DESY begründet wurde, erstmals im Rahmen eines Experiments am KEK vertraglich vereinbart.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 04/2011 S.6]

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