Student der TUM entwickelt Bausystem für das japanische Katastrophengebiet

Jie Tang (TU München) und Prof. Ando (Chiba University) beraten über den Aufbau des Moduls. Foto: Jie Tang

Webcode 10022 (06/2012)

Eigentlich wollte Jie Tang, Student der TU München, mit dem Erasmus-Mundus-Programm nach Japan, um an der Chiba University in seinem Fachgebiet, dem Holzbau, weitere Kenntnisse und neue Erfahrungen zu sammeln. Aber der 11. März 2011 gab seinem Aufenthalt eine unerwartete Wende. Er zögerte nicht lange und entwickelte ein Bausystem, das einfach, schnell und billig Gewerberaum schafft. In der durch den Tsunami hinweggefegten Stadt Kesennuma bauten die Studenten für die ortsansässigen Fischer Gewerbeunterkünfte für 90 Euro - soviel sieht das Wiederaufbauprogramm vor. Alle Holzbauteile fertigten sie in der Universitäts-Werkstatt an. Die Bauteile und Arbeitsvorgänge sind so gestaltet, dass sich das Gebäude von nur einer Person errichten lässt.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 05/2012 S.4]

Weitere Informationen:

  • TUMcampus 2-2012: Holzbausystem als Katastrophenhilfe
  • TU München, Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik
    www.br2.ar.tum.de
  • Ausmip Program
    Architects, urban planners and designers are increasingly being confronted with ever more complex environments, many specializations taken over by other professions and democraphic trends reversing established practice.
    The Ausmip partnership programs combine a unique and diverse range of global expertise and disciplines, enabling master and PhD students, post-docs and faculty to complement their competences and research from a different perspective, redefining the concept of the 'Master Builder'.