Tokyo Sky Tree baut auf Dämpfungsprinzip alter japanischer Pagoden

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Mit 634 Metern das zweithöchste Bauwerk der Welt, verbindet der im Mai eröffnete Tokyo Sky Tree innovatives Design mit hochentwickelter Technologie. Der freistehende Turm gilt als das sicherste Gebäude, das jemals gebaut worden ist. Das „Shimbashira“ Prinzip, das schon Japans alte Pagoden zuverlässig vor Erdbeben schützte, agiert als zentrales Dämpfersystem.
Für hohe Präzision und technische Unterstützung sorgte ein angepasstes „Automated Building Construction System“: Auf der Baustelle wurde um die Montagearbeiten eine Fertigungsanlage errichtet. Die Logistik wurde automatisiert, ebenso weitestgehend die Prozessüberwachung. Das automatische Konstruktionssystem regelte auch die Schweißarbeiten sowie die Positionierung von Säulen und Trägern.
Dank dieses robotergestützten Bauprozesses betrug die Bauzeit für den Tokyo Sky Tree nur 3,5 Jahre. Zum Vergleich: Der Bau des 830 Meter hohen Burj Chalifa in Dubai, dem höchsten Bauwerk der Welt, dauerte mehr als sechs Jahre.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 05/2012 S.14]

Weitere Informationen:

  • Zweithöchstes Gebäude der Welt: "Sky Tree" in Tokio bietet spektakulären Blick
    Focus online 22.5.2012, mit Bildern und Video (Sicht auf Tokyo vom Sky Tree)
  • Tokyo Sky Tree: Angewandte Baurobotik als GArant für Qualität und Erdbebensicherheit
    von: T. Bock, T. Linner, S. Miura, S. Vetter; in: Bauingenieur, Band 87, Februar 2012