Studie über Publikationsverhalten an japanischen Universitäten

Webcode 10024 (09/2012)

Das National Institute of Science and Technology Policy (NISTEP) hat im August eine Studie veröffentlicht, die Aufschluss gibt über das Profil und die Stärken japanischer Hochschulen. Anhand der Anzahl von Veröffentlichungen und Zitierungen wurden 128 Universitäten untersucht, die von 2002 bis 2011 mehr als 1000 Veröffentlichungen vorweisen können. Für die drei Zeiträume 1997-2001, 2002-2006 und 2007-2011 wurden Publikationen in acht Hauptdisziplinen gezählt: Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Mathematik, Umwelt- und Geowissenschaften, Klinische Medizin und Lebenswissenschaften.

Am höchsten lagen die Steigerungsraten von Publikationen in den Zeiträumen 1997-2001 und 2007-2011 bei der Waseda University (70 Prozent), der Juntendo University (62 Prozent) und der Nihon University (56 Prozent). Bei den staatlichen Universitäten Tokyo, Kyoto und Tohoku lag die Wachstumsrate bei etwa 20 Prozent.


Bei den Zitierungen belegen die Analysen jedoch einen Abwärtstrend. Waren zwischen 1997 und 2006 noch 41 japanische Institutionen unter den Top 50, so sank deren Anzahl auf 35 für den Zeitraum 2007-2011. Dieser Trend setzt sich in den Top 100 und Top 200 fort.


Auffallend ist auch eine Verschiebung bei den Publikationen mit internationaler Beteiligung. In den 1990er Jahren dominierten gemeinsame Veröffentlichungen mit Kollegen aus Nordamerika und Europa. Seit Beginn der 2000er Jahre steigt die Zahl der Publikationen mit asiatischen Co-Autoren, vorzugsweise aus Südkorea und China.

[Quelle: Euraxess Links Japan, Juli 2012; Wissenschaft und Forschung - Japan, 06/2012 S.8]

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