World Premier International Research Center (WPI)

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Beiträge aus WPI Zentren zählen zu den Top 10 der meist zitierten Publikationen

(6/2015)

Im Februar legte das MEXT eine Evaluation der fünf 2007 gegründeten World Premier International Research Center (WPI) vor. Aus dem Bericht geht hervor, dass Veröffentlichungen aus den WPI Center zu dem einen Prozent der meist zitierten Publikationen zählen. Nach der Rockefeller University und dem Massachusetts Institute of Technology rangiert der Durchschnitt dieser fünf ältesten WPI Center an dritter Stelle.

Mit der WPI Research Center Initiative fördert die japanische Regierung die Bildung von Forschungszentren der Spitzenklasse mit jährlich 1,3 Milliarden Yen für eine Laufzeit von zehn Jahren. Eine Verlängerung um fünf Jahre ist möglich. Die fünf WPI Zentren, die sich 2007 an den Universitäten Tohoku, Tokyo, Kyoto und Osaka sowie dem National Institute of Materials Science gegründet haben, haben nach acht Jahren ihre Evaluation im Herbst 2014 erfolgreich durchlaufen. Sie erhalten
Förderung bis zum Ende der zehnjährigen Laufzeit 2016. Für die vier weiteren WPI Institute, die nach 2010 in das Programm gekommen sind, steht eine Bewertung
noch aus.
Der Evaluationsbericht betont, dass die Förderung von Internationalisierung, interdisziplinären Ansätzen und Strukturreformen die Schlüsselfaktoren für diese Ergebnisse sind. Im Durchschnitt stammen 40 Prozent der Wissenschaftler an diesen fünf WPIs aus dem Ausland.
Das Kavli Institute for the Physics and Mathematics of the Universe an der University of Tokyo erhält aufgrund seiner besonders positiven Bewertung
eine Verlängerung der Förderung bis 2021.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan 17/2015, Seite 8]

Weitere WPI-Zentren ausgewählt

(12/2012)

In einer dritten Auswahlrunde wurden drei neue Zentren als „World Premier International Research Center“ (WPI) ausgewählt. Sie befinden sich an den Universitäten Tsukuba und Nagoya sowie am Tokyo Institute of Technology.

Das Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology (MEXT) hat die Initiative 2007 ins Leben gerufen. Die erste Auswahlrunde 2007 brachte fünf, die zweite 2010 ein weiteres WPI hervor. Mit den diesjährigen Gewinnern beläuft sich die Anzahl der WPI-Zentren auf neun.
Innovationen für Wissenschaft und Technologie hervorbringen – für dieses Hauptziel verfolgt die Initiative vier Aspekte: Förderung von Spitzenforschung, Gestaltung von interdisziplinären Gebieten, Aufbau eines internationalen Forschungsumfeldes und Reformierung von Wissenschaftsorganisationen.
Die in der Grundlagenforschung angesiedelten WPI-Zentren erhalten jeweils etwa 1,4 Milliarden Yen pro Jahr, die Förderdauer beträgt zehn bis 15 Jahre. Exzellente Forschungsbedingungen an den global sichtbaren WPI-Zentren ziehen Wissenschaftler aus der ganzen Welt an.
Internationalität gestalten die WPI-Zentren folgendermaßen:
Von den ca. 200 Mitarbeitern sollen mindestens 30 Prozent aus dem Ausland kommen. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, und so ist weiterhin mit vielfältigen Stellenangeboten zu rechnen (vgl. Stellenmarkt auf Seite 15). Für Studenten und Postdoktoktoranden aus dem Ausland sind die Forschungszentren attraktiv, denn in den WPI ist die erste Arbeitssprache Englisch. Einige WPI-Zentren haben sogar Satelliten-Institute im Ausland aufgebaut.
Die Japan Society for the Promotion of Science führt die WPI-Initiative im Auftrag des MEXT durch. (red)

Seit 2007:

  • Tohoku University, Advanced Institute for Materials Research (AIMR)
  • University of Tokyo, Kavli Institute for the Physics and Mathematics of the Universe (Kavli IPMU)
  • Kyoto University, Institute for Integrated Cell-Material Sciences (iCeMS)
  • Osaka University, Immunology Frontier Research Center (IFReC)
  • National Institute for Materials Science, International Center for Materials Nanoarchitectonics (MANA)

Seit 2010:

  • Kyushu University, International Institute for Carbon-Neutral Energy Research (I2CNER)

Seit 2012:

  • University of Tsukuba, International Institute for Integrative Sleep Medicine
  • Tokyo Institute of Technology, Earth-Life Science Institute
  • Nagoya University, Institute of Transformative Bio-Molecules

[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 07/2012 S.7]

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