Neuer BA-Studiengang „Moderne Ostasienstudien“

Webcode 10028 (03/2013)

Als das Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen 2010 begann, sich Gedanken über einen neuen Bachelor-Studiengang zu machen, war allen Beteiligten klar, dass es dabei wichtige Elemente zu verbinden galt. Natürlich Sprache, selbstredend Regionalwissen, aber auch eine fundierte Ausbildung in einer Fachdisziplin, die theoretisches und analytisches Rüstzeug bietet. Vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung, wachsender internationaler Verflechtungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sowie der rapide zunehmenden geopolitischen und wirtschaftlichen Bedeutung der Länder Ostasiens sollte der Studiengang zukünftige Studierende intensiv und umfassend für den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Teilnehmer der Summer School 2012 | Foto: Institut für Ostasienwissenschaften

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist ein BA-Studiengang mit dem Namen „Moderne Ostasienstudien“, der im Wintersemester 2011/12 die ersten Studierenden aufnahm. Er verbindet eine Ausbildung in Soziologie, Wirtschafts- oder Politikwissenschaft mit intensivem Japanisch- oder Chinesisch-Unterricht sowie einer fundierten regionalwissenschaftlichen Ausbildung.


Ein weiterer wichtiger Teil dieses Studiengangs ist das Auslandsjahr. Alle (!) Studierenden werden nach dem vierten Fachsemester für ein Jahr an eine der zehn Partneruniversitäten in Japan bzw. China geschickt, um dort ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen, ein Praktikum zu absolvieren und vor allem das Land und seine Menschen kennenzulernen. Dieser Auslandsaufenthalt wird in den Semestern davor intensiv vorbereitet. Hilfe bei Stipendienbewerbungen, Vorstellung der Partneruniversitäten, interkulturelle Kompetenzen sowie die ganz konkrete Vorbereitung von Krankenversicherung über Visum bis zu Auslands-Bafög gehören zum Kursprogramm.


Nach dem Auslandsjahr nehmen die Studierenden für zwei Semester unter anderem auch an Kursen des englischsprachigen Master-Programms in Duisburg-Essen teil und verfassen ihre Bachelor-Arbeit. Nach vier Jahren sind sie dann für den Arbeitsmarkt gerüstet, doch können sie sich auch für eine Fortführung Ihres Studiums in dem nur einjährigen MA „Modern East Asian Studies“ entscheiden. „Da der BA ‚Moderne Ostasienwissenschaften‘ mit vier Jahren ein Jahr länger dauert als andere BA-Studiengänge, können unsere Bachelor ihren Master-Titel in nur einem Jahr erwerben“, erläutert Axel Klein, der für den Studiengang zuständige Professor des Instituts für Ostasienwissenschaften. Dort widmen sich acht ProfessorInnen samt ihrer etwa 20 MitarbeiterInnen der Forschung und Lehre zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Problemen und Phänomenen Ostasiens, insbesondere Japans und Chinas. Die Sprachlektoren sind MuttersprachlerInnen, die Ausbildung in Chinesisch wird zudem unterstützt durch das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr.


„Aber niemand muss die Katze im Sack kaufen“, sagt Klein. „Für interessierte SchülerInnen bieten wir in der letzten Woche der Sommerferien eine ‚Summer School‘ an. An vier Tagen können Einblicke in das Studium der Ostasienwissenschaften gewonnen werden.“ (red)
Kontakt:
Universität Duisburg-Essen, Institut für Ostasienwissenschaften
www.uni-due.de/in-east

Prof. Dr. Axel Klein:

axel.kleinuni-due.de

[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 08/2012, Seite 9]

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