Fraunhofer Gesellschaft und Japan

Webcode 10037 (12/2014)

Fraunhofer IPA schlägt Brücke nach Japan

In gemeinsamer Initiative haben das National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) am 2. Oktober das »Fraunhofer Project Center for electroactive Polymers at AIST Kansai« eröffnet.

Unter den beiden Direktoren Dr. Kinji Asaka (AIST) und Ivica Kolaric (Fraunhofer IPA) forschen Wissenschaftler beider Organisationen in Osaka an vorwettbewerblichen Themen und entwickeln auf Basis elektroaktiver Polymere (EAPs) Sensoren und Aktuatoren sowie Energiespeicher und Technologien zum Energy-Harvesting.
Das Ballungsgebiet Kansai um die Städte Osaka, Kobe und Kyoto gehört zu den bedeutendsten technologischen Zentren Japans in der Robotik, dem Leichtbau, der
Batterietechnik, der Photovoltaik und Nanotechnologie.
Nach dem im April 2012 gestarteten Fraunhofer Project Center „NEMS/MEMS Devices and Manufacturing Technologies at Tohoku University“ ist das Project Center bei AIST Kansai das zweite Zentrum eines Fraunhofer Institutes mit einem japanischen Partner.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan 15+16/2014, Seite 5]

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Daiken Medical und Fraunhofer kooperieren in der Entwicklung medizinischer Geräte

Daiken Medical und die Fraunhofer Einrichtung für modulare Festkörper-Technologien EMFT haben eine Vereinbarung bezüglich der gemeinsamen Entwicklung medizinischer Geräte getroffen. Daher soll die Expertise Fraunhofers im Bereich hochpräziser Steuerungseinrichtungen genutzt werden. Ziel sind die Gewichtsreduktion und eine erhebliche Senkung der Herstellungskosten bei medizinischen Absaugvorrichtungen und anderen Geräten sowie deren Vertrieb im In- und Ausland.

Mit einem Marktanteil von fast 30 Prozent ist Daiken Medical führend im Bereich derartiger Vorrichtungen. Unternehmensintern rechnet man mit einer Vervierfachung des jährlichen Umsatzes auf 30 Milliarden Yen innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Daiken profitiert durch die Kooperation von der langjährigen Erfahrung Fraunhofers in der Entwicklung von Mikrosystemen (MEMS), welche ein hohes Anwendungspotenzial bei Mobiltelefonen, Automobilen und in vielen anderen Bereichen besitzen. Darüber hinaus erhält das Unternehmen das nötige Know-How für die Massenproduktion zukünftiger medizinischer Geräte.
Der Einsatz entsprechender Mikrosysteme ist zunächst für den Einsatz in Aktoren geplant, die den Kern medizinischer Absaugvorrichtungen bilden. Das übliche Gewicht von vier bis fünf Kilo eines Absauggerätes könnte auf 500 Gramm reduziert werden. Neben der gesteigerten Praktikabilität soll außerdem der gegenwärtige Preis von 100.000 Yen bis auf 30.000 Yen sinken. Auch das Gewicht von Insulinpumpen für Diabetes-Patienten könnte durch den Einsatz von MEMS reduziert werden.
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan 15+16/2014, Seite 5]

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