Nuklearkatastrophe von Fukushima: Aktuelle Studie über Haftungsprobleme

Webcode 10013 (10/2011)

Mit zu erwartenden Ersatzforderungen von bis zu 90 Mrd. Euro ist die Nuklearkrise von Fukushima der bisher größte Haftungsfall in der japanischen Geschichte. Zu rechnen ist mit Entschädigungsansprüchen einer Vielzahl von Opfergruppen, angefangen von evakuierten Personen und Kraftwerkspersonal über Bauernverbände, Fischereikooperationen bis hin zu Industrie- und Tourismusunternehmen. Ungeachtet der grundsätzlich unbeschränkten Haftung des AKW-Betreibers TEPCO sind staatlich angeordnete Pauschalzahlungen in die Wege geleitet worden, die ein außergerichtliches Verfahren flankieren.
Wirtschaftliche Bürden entstehen damit in erster Linie dem Fiskus, gefolgt von den ebenfalls in die Pflicht genommenen Finanzinstituten und möglicherweise auch anderen Stromanbietern, wodurch letztlich auch Verbraucher mit höheren Strompreisen belastet werden könnten. So lauten einige der Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Japan-Referat des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht erstellt hat. (red)
[Quelle: Wissenschaft und Forschung - Japan, 03/2011 S.14]

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